Lina Lümkemann

* 21. 9. 1902 Osnabrück -
† 17. 6. 1943 Schkeuditz

Lina Lümkemann war die Tochter von Caroline und Heinrich Lümkemann.

Der Vater arbeitete bei der Bahn als Schaffner und brachte es bis zu seiner Pensionierung bis zum Oberschaffner. Lina Lümkemann kam am 21. September 1902 als viertes von 6 Kindern im Stadtteil Schinkel in Osnabrück zur Welt. Sie hatte drei Schwestern (Frieda, Klara, Paula) und zwei ältere Brüder (Heinrich, August). Der Zweitälteste, August, wurde 1941 in Hadamar ermordet. Lina wurde wie alle Familienmitglieder neuapostolisch getauft. Kurz nach ihrem 5. Geburtstag ging das Haus an der Mittelburgstraße 7 in den Besitz der Familie über.
Lina Lümkemann blieb unverheiratet und hatte keine Kinder. Sie arbeitete als Plätterin und laut einer Zeitzeugenaussage war sie in den ersten Jahren des Zweiten Weltkrieges in einem Hilfskrankenhaus in Hellern in der Wäscherei beschäftigt. Laut dem Aufnahmebuch wurde sie am 29. Juli 1942 in der Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück als Patientin aufgenommen und am 18. September 1942 in die Heil- und Pflegeanstalt nach Hildesheim verlegt. Von dort wurde sie am 13.4.1943 in einem 65 Frauen umfassenden Transport in die Landesheilanstalt Altscherbitz (Schkeuditz/Sachsen) verlegt. Dort verstarb sie am 17. Juni 1943. Als zum Tode führende Krankheit und Todesursache wurden "akute Darmerkrankung" und "Herzmuskelentartung" angegeben. Sie wurde am 22.6.1943 auf dem Altscherbitzer Anstaltsfriedhof unter der Grabnummer 6139 bestattet. Der letzte Hinweis auf Lina Lümkemann in Osnabrück findet sich in der Meldekartei der Stadt Osnabrück. Dort ist auf der Karte ihrer Eltern vermerkt, dass sie am 17. Juni 1943 in Schkeuditz gestorben sei.

Recherche: Lisa Böhne, Eingabe: Christine Grewe) ges./korr.: Schubert

Quellen: Böhne, Lisa: Osnabrücker Schicksale, Osnabrück 2011 (bisher unveröffentliches Manuskript)
Hirschinger, Frank, Zur Ausmerzung freigegeben. Halle und die Landesheilanstalt Altscherbitz, Böhlau, Köln 2001, schriftl. Bestätigung der Daten durch Dr. Hirschinger am 1. Februar 2011

nach oben