Ideenwettbewerb „andersartig gedenken”

Ideenwettbewerb für Schüler_innen der Klassen 9 bis 13 aller Schulen

Auslobende: Arbeitsgemeinschaft gedenkort-T4.eu und der Paritätische Wohlfahrtsverband

Organisation und Durchführung des Wettbewerbs: Anne-Christin Plate 
Inhaltliche Betreuung: Robert Parzer
 

1. Wettbewerbsaufgabe

Wie kann ein Denkmal für die Opfer der NS -„Euthanasie” aussehen? So lautete die Frage des Ideenwettbewerbs für Schüler_innen der Klassen 9 bis 13 aller Schulformen, den die AG gedenkort-T4.eu ab dem 1. Juni bis 30. November 2012 ausrief. Die Wettbewerbsaufgabe - Eine Idee für ein Denkmal für die Opfer der NS-„Euthanasie” zu entwickeln, bot den Schüler_innen einen schöpferischen Weg, mit dem schwierigen und schmerzhaften Thema der NS-„Euthanasie” umzugehen. Künstlerisches Schaffen bedeutet, aktiv zu sein, Themen zu bearbeiten, Gefühle und Gedanken zu verarbeiten, eine Haltung zu entwickeln. Ein Denkmal zum Thema NS-„Euthanasie” zu gestalten heißt, eine Form zu finden und eine Aussage dazu zu treffen. Es war ausdrücklich erwünscht, die Form "Denkmal" neu zu begreifen und eine zeitgemäße junge Form des Erinnerns zu finden. Folgende Fragen sollten hierbei einen Anstoß geben: Welche Form des Gedenkens, des Mahnens erreicht die heutige Jugend? Welche Form des Gedenkens wird dem Thema gerecht?

2. Die Preisträger

1. Preis: Gegen das Vergessen

1. Platz: Gegen das Vergessen
Schüler der Klasse 10c: Heinrich-Böll-Schule
Nieder-Roden mehr...

Pauline Manus, Louisa Bergmann, Nicole Wollnik, Stefanie Kinder, Vanessa Paul, Vanessa Göritz, Julia Böcher, Regina Betke, Bese Atlar, Lucas Keller, Luca Förster, Martin Hildebrand, Kevin Heider, Marvin Ballard, Nadine Trachte, Rahet Amtul Klasse 10c der Heinrich-Böll-Schule in Rodgau, Nieder-Roden Lehrerin: Melina Hermsen

Wir befragten Menschen verschiedener Altersgruppen, in unserer Schule und auf den Wochenmärkten in Nieder-Roden und Frankfurt zum Thema NS-„Euthanasie”. Das erste Wort, das den Menschen zum Thema NS-„Euthanasie” einfiel, schrieben sie auf die Schieferplatte. Wir baten die Menschen, sie mit der beschriebenen Schiefertafel fotografieren zu können. Sie hielten die Schiefertafel vor den Körper oder vor das Gesicht, wenn sie anonym bleiben wollten. Damit die Menschen die Zeit der NS-„Euthanasie” nicht vergessen werden und weil die Umwelt heute bewegter geworden ist, soll die Fotocollage als eine Multimediainstallation gestaltet werden.

Begründung der Jury: Die Schüler verbinden in Ihrer Idee "Gegen das Vergessen" Erinnern und Gedenken auf lebendige und höchst kommunikative Art und Weise. Mit der Wettbewerbsfrage nach Ideen für ein Denkmal für die Opfer der NS-„Euthanasie”, das Formen des Gedenkens junger Menschen im Blick hat, wurde hervorragend umgegangen. So ist das Projekt "Gegen das Vergessen" auf verschiedene Medien übertragbar und kann an verschiedenen Orten umgesetzt werden. Es ermöglicht Information und Kommunikation zu einem schwierigen Thema. Menschen werden nach Ihren Gefühlen und Gedanken gefragt. Sie erhalten die Möglichkeit, sich auszudrücken, zu gedenken und sich mitzuteilen. Auch schwierige Äußerungen der Befragten sind dabei denkbar. Durch die Verarbeitung der Antworten in einer multimedialen Installation wird ein vielschichtiger Prozess angestoßen, der von den Betrachtern weitergeführt werden kann. Durch die Verwendung von Schiefertafel, Kreide und Schwamm in Verbindung mit der Wiedergabe der Fotos auf Bildschirmen stellt sich eine subtile Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart her. Die Jury würdigt diesen Wettbewerbsbeitrag besonders für seinen jugendlichen Blick, seine konzeptionelle Offenheit und seinen partizipatorischen Ansatz.

Die Fotocollage-Gruppe überlegte sich, wie man mehr Fotos bekommen könnte und beschloss, zum Wochenmarkt zu gehen und dort die Leute nach dem Thema NS-„Euthanasie” zu befragen. Sie haben dort viele Passanten befragt, doch nur eine Passantin wollte sich dann auch mit ihrem Wort fotografieren lassen. Sie fanden aber auch einen Mann, der für den Nationalsozialismus war. Er fand es richtig, dass die behinderten und so genannten geisteskranken Menschen beseitigt wurden, da sie nur zu viel Geld und Arbeit kosteten und keine Gegenleistung für die Lebensmittel und Medikamente bringen konnten.

Um für die Fotocollage weitere Gesichter zu finden, überlegte sich ein Teil der Klasse nach Frankfurt zu fahren, um dort auf dem Wochenmarkt neue Gesichter zu finden Es war schwer Menschen für dieses Projekt zu finden, da viele Menschen nicht mitmachen wollten, weil sie mit diesem Thema an ihre Vergangenheit erinnert wurden.

Manche wussten aber auch nicht was NS-„Euthanasie” bedeutet. Es gab aber auch Menschen, wie zum Beispiel einen Rollstuhlfahrer aus Spanien der unseren Stand interessant fand. Er wollte nur ein Foto mit uns. Andere Passanten dachten, dass Euthanasie eine Musikband sei oder dass es um die Kindervernichtung geht. Nach zweieinhalb Stunden hatten wir dreizehn Passanten gefunden und insgesamt 36 Fotos.

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1. Platz: Gegen das Vergessen: Bild11. Platz: Gegen das Vergessen: Bild21. Platz: Gegen das Vergessen: Bild3

2. Preis: Pars pro Toto

2. Preis: Pars pro Toto
Schüler des Grundkurs Kunst der Klasse 11 Mallinckrodt-Gymnasium
Dortmund mehr...

Lara Besche, Hanna Brüning, Pauline Gappa, Lisa Gussek, - Melody Haarmann, Christa Ohlenholz, Ellen Osmann, Elena Schembecker, Lena Vogel, Sophia Watermeier, Lukas Kleffner, Gereon Koch, Dennis Schmidt, Niklas Schülke Grundkurs Kunst, Kl. 11, Mallinckrodt-Gymnasium, Dortmund Lehrer: Norbert Parchettka

Aussenraum: -5mx5mx5m großer Kubus Einfache Form, Konzentration auf das Wesentliche, kein Ablenken durch räumliche Gegebenheiten wie z.B. Fenster oder Vorhänge. Der Kubus ist verspiegelt. Die Spiegel stehen für die Verschleierungspolitik der Nazis. Die Villa in der Tiergartenstraße ("T4-Zentrale") wurde nach außen hin mit Begriffen wie "Reichsarbeitsgemeinschaft Heil- und Pflegeanstalten" oder "Zentralverrechnungsstelle Heil- und Pflegeanstalten" getarnt.

Begründung der Jury In dem Beitrag "Pars pro Toto" , sieht die Jury das Thema „Euthanasie”-Gedenken thematisch erweitert und auf gestalterisch interessante Weise umgesetzt. Das Denkmal hat die Form eines begehbaren Kubus. Nach außen, in der Verspiegelung der Hülle, bietet es viele Assoziationen zwischen gegenwärtigem Umfeld und verschlüsseltem Inhalt. Auch im Inneren wird die Wettbewerbsaufgabe in Form einer unmittelbaren Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart bearbeitet. Die Besucher werden angeregt, für sich selbst Bezüge zwischen damals und heute herzustellen – durch das Motiv des Puzzles, das von der Stirnwand auf Podeste im Raum übertragen wird, durch die seitlichen Wände mit historischen Informationen und durch die multimedialen Angebote. In dieser ungewöhnlichen Rauminstallation werden historische Dokumentation und Gedenken, NS-Zeit und heutige Situation von Menschen mit Behinderungen auf eindrucksvolle Weise miteinander verbunden.

Innenraum:

  • Zutritt durch offenen Eingang
  • düstere Stimmung – dem Thema entsprechend
  • durch Lichtarrangement (Spots) ermöglicht Konzentration auf das Wesentliche
  • gegenüber vom Eingang: Puzzlewand mit Bildern heute lebender Personen

Die Wand gegenüber des Eingangs ist in Form eines Puzzels gestaltet. Die Puzzelwand ist das Symbol für eine Gesellschaft, in der jeder seinen Platz hat. Auf jedem Puzzleteil ist ein Portrait eines Menschen. An manchen Stellen fehlen Puzzleteile, d. h. Personen wurden entfernt. Diese stehen für die Opfer der NS-„Euthanasie”. Die NS-„Euthanasieopfer” wurden der Gesellschaft genommen wie die Teile aus der Wand.

Die fehlenden Puzzlesteine befinden sich auf Podesten im Raum. Auf den fehlenden Puzzlesteinen sind Portraits von Menschen mit so genannter Behinderung zu sehen. Hinter den fehlenden Puzzleteilen befinden sich in die Wand eingelassene Monitore. Auf diesen kann, der Besucher ein Kurzfilm abspielen, der den portraitierten Menschen in alltäglichen Situationen zeigt.

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2. Platz: Pars pro Toto: Bild12. Platz: Pars pro Toto: Bild22. Platz: Pars pro Toto: Bild32. Platz: Pars pro Toto: Bild4

3. Preis: Nicht nur Juden wurden verfolgt...

3. Preis: Nicht nur Juden wurden verfolgt ...
Schüler der Klasse 10c: Heinrich-Böll-Schule
Nieder-Roden mehr...

Katharina Franzen, Svea Dietz, Simah Hosseini, Lukas Kühnle, Hüseyin Kaya, Laurine Seibel, Lina Seibel, Nataly Bunn, Kira Lauren Schulz Klasse 10c der Heinrich-Böll-Schule in Rodgau, Nieder-Roden Lehrerin: Melina Hermsen

Unser Wettbewerbsbeitrag ist die Entwicklung eines Manuskriptes zu einem Theaterstück, das die NS-„Euthanasie” thematisiert. Unsere Geschichte erzählt von einem Nazioffizier, der einen epileptischen Anfall bekommt, nachdem er von einer Ghetto-Räumung nach Hause kommt. Seine Frau will dies der NS melden. Seine Tochter versucht, ihren Vater zu retten. Vater und Tochter können sich bei der Familie ihrer jüdischen Freundin verstecken. Am Ende der Geschichte werden Vater und Tochter entdeckt. Die jüdische Familie und der Vater werden ermordet. Die Tochter kann ihr Leben retten. Aus ihrer Perspektive wird die Geschichte erzählt. Das Manuskript soll an Schulen als Theaterstück gespielt werden. Gleichzeitig wird das Manuskript als Drehbuch umgearbeitet, auf dessen Basis dann eine YouTube Serie entstehen soll. So können viele Jugendliche erreicht werden und so dem Thema ein Forum gegeben werden.

Begründung der Jury: Der Wettbewerbsbeitrag "Nicht nur Juden wurden verfolgt" schlägt vor, das Thema Euthanasie in Form eines Theaterstückes und/oder als Youtube - Serie zu bearbeiten. Damit entfernt er sich bewusst von den traditionellen Formen eines Denkmals oder Mahnmals und wählt einen Ansatz, mit dem insbesondere junge Leute angesprochen werden können. Die Erarbeitung eines dafür erforderlichen Manuskripts, die Umsetzung in ein Drehbuch, die spielerische Darstellung durch Protagonisten der eigenen oder anderer Schulen sowie die für das Projekt erforderliche Überzeugungsarbeit wird mit Recherchen zu Geschichte und Gegenwart, mit Diskussionen, emotionalem Engagement und Empathie einhergehen. Die Jury würdigt vor allem, dass der damit verbundene Prozess der Auseinandersetzung und des historischen Lernens eine neue, zeitgemäße Form des "Denkmals" darstellen, Geschichte anschaulich machen und Impulse für weitere Beschäftigung mit dem Thema geben kann.

Mutter Schmidt: Alter: 38, verrät Mann und Tochter, legt großen Wert auf Rassenreinheit, ist für Gnadentod, hasst Juden Vater Schmidt: Alter: 42 Jahre, arbeitet bei SS, Verantwortlich für Räumung eines Ghettos, hasst Juden, wird nach epileptischem Anfall verraten, flüchtet, wird ermordet Tochter Leonie Schmidt: Alter: 12, hilfsbereit, kreativ, sorgt sich um Vater, flüchtet mit ihm zu einer Freundin, einzige Überlebende, erzählt die Geschichte

Bild 1: Mutter, Tochter und Vater (epileptischer Anfall)

Bild 2: Vater und Tochter auf der Flucht

Aaron Segal: Jude, Alter: 45, skeptisch, sehr vorsichtiger Mensch, wird ermordet Tana Segal: Jüdin, Alter: 40, gastfreundschaftlich, liebvoll, wird ermordet Bela Segal: Jüdin, Alter:11, beste Freundin von Leonie, versteckt Vater und Tochter Schmidt, kreativ, vorsichtig, wird ermordet

Bild 3: Vater und Tochter im Versteck der jüdischen Familie Aaron, Tana und Bela Segal

Bild 4: Leonie und Bela

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3. Platz: Nicht nur Juden wurden verfolgt...: Bild13. Platz: Nicht nur Juden wurden verfolgt...: Bild23. Platz: Nicht nur Juden wurden verfolgt...: Bild33. Platz: Nicht nur Juden wurden verfolgt...: Bild4

Anerkennungspreis: Gedenken in Marl

Anerkennungspreis: Gedenken in Marl
Schüler des kath. Religionskurses der Klasse 9 Günther-Eckerland-Realschule Marl mehr...

Die Schüler des Religionskurses, Klasse 9 haben die Frage nach Ihrer Idee zu einem Denkmal für die Opfer der NS-„Euthanasie” beantwortet, indem sie verschiedene Aktionen in Marl, teilweise im Rahmen des Volkstrauertages am 18.11.2012 durchführten.

Begründung der Jury: Die Jury ist beeindruckt durch die Vielfalt der Aktivitäten der jungen Menschen Durch ihre Aktionen in der Öffentlichkeit haben sie ihr Denkmal bereits umgesetzt, unabhängig vom Ausgang des Ideenwettbewerbs "andersartig gedenken" begeistert alle Juroren sehr. Die Schüler haben BürgerInnen der Stadt Marl unmittelbar angesprochen und einbezogen in ihr Gedenken an die Opfer der NS-„Euthanasie”. Das hob den Beitrag sehr aus den übrigen Wettbewerbseinreichungen heraus. Die Jury entschied sich, die vorgestellten Aktionen als ein gemeinsames Klassenprojekt zu betrachten und zu würdigen.

Eine Luftballon- Aktion verbreitet die Schicksalsgeschichten und fragt nach! Anerkennungspreis: Gedenken in Marl, Bild 02 Für uns war schnell klar, dass wir eine Luftballonaktion starten wollten. Wir wollen über die Grenzen der Stadt Marl mit den Menschen in Kontakt kommen, um zu erfahren, ob sie etwas über das Thema "NS-„Euthanasie” wissen und ob sie vielleicht sogar ein Opfer kennen. So erinnern wir an das Schicksal von Menschen aus unserer Stadt. Wir sind geschockt, dass allein aus dem Kreis Recklinghausen über 200 Menschen dem Hitlerterror im Euthanasieprogramm zum Opfer gefallen sind. Beim Volkstrauertag wollten wir mit den Menschen in Marl die Ballons steigen lassen, zusammen mit dem Bürgermeister und den Pfarrern. Aber das Wetter spielte nicht mit, es regnete. So mussten wir noch einmal Helium kaufen und haben die Aktion an der Realschule wiederholt. Viele unserer Schulfreunde erfuhren so auch von der Aktion und vom Schicksal der NS-„Euthanasie”-Opfer. Noch haben wir nichts gehört vom Flug und Empfänger der Luftballons. Wir warten! Nils Müller und Maurizio Kaspari

"Andersartig gedenken" im Kolumbarium "St. Konrad" in Marl Anerkennungspreis: Gedenken in Marl, Bild 03 Wenn Besucher in der Zeit vom 18. November bis zum 1. Dezember 2012 das Kolumbarium "St. Konrad" in Marl besuchen, dann werden sie gleich auf eine Gedenkstätte hingewiesen, die sich im Inneren der ehemaligen Pfarrkirche vor ihnen zeigt. Warum haben wir unsere Gedenkstätte in das Kolumbarium gelegt? Das Kolumbarium ist ein christlich geprägter Urnenfriedhof in dieser alten Pfarrkirche. Wir wissen nicht, ob die NS-„Euthanasie”-Opfer alle Christen waren. Das ist uns auch egal, denn vor Gott sind alle Menschen gleich. Viele Marler Bürger haben von unserer Aktion erfahren und sind sehr beeindruckt. Durch alle unsere Denkmäler beschäftigen sie sich erstmalig mit dem traurigen Thema, dass es in Marl NS-„Euthanasie”-Opfer gegeben hat. André Soboll, Marina Menke und Jaqueline Ebert

Kreuze Anerkennungspreis: Gedenken in Marl, Bild 04 Unser Religionskurs hat sich sehr viel dazu einfallen lassen. Unsere Klein-Gruppe kam auf die Idee, Ketten mit Kreuzanhängern zu machen, worauf "NS-„Euthanasie” steht, sowie der Name des Opfers und das Todesdatum. Beim Marler Volkstrauertag, am 18.11.12, hat unser Kurs seine verschiedenen Ideen vorgestellt. Unsere Gruppe hat dort die Ketten verteilt mit einem aufklärenden Zettel. Sarah Brüning, Julia Czyborra, Vanessa Kollburg

Stolperplatten in Marl Anerkennungspreis: Gedenken in Marl, Bild 05 Im katholischen Religionskurs setzten wir uns mit dem Thema NS-„Euthanasie” auseinander. Wir haben uns auch damit auseinander gesetzt, wie man andersartig gedenken kann und wie man ein Denkmal bauen oder darstellen kann. Wir haben uns über das Thema "Stolpersteine" informiert und unterhalten und sind durch die Innenstadt in Marl- Hüls gelaufen und haben dort einen so genannten "Stolperstein" für die jüdische Familie Boldes entdeckt. So sind wir auf die Idee gekommen, selbst bewegliche und "bewegende" Stolperplatten für die 17 NS-„Euthanasie” -Opfer aus Marl zu entwerfen und herzustellen. Eine Gedenkaktion haben wir auf dem Schulhof unserer Schule gemacht. Die große Aktion fand am Volkstrauertag am 18.11. 2013 statt. An diesem haben wir mit unserem Religionskurs Kl. 9a/b/c teilgenommen, um mit vielen anderen Menschen der NS-„Euthanasie” Opfer zu gedenken und nicht zu vergessen. Sarah Guilliaume, Mandy Kailus und Vanessa Poniwas

Keine Träne ist zu wenig Anerkennungspreis: Gedenken in Marl, Bild 06 In Marl gab es 17 Euthanasie-Opfer, von denen einige in die Anstalt in Hadamar eingewiesen und dort vergast oder durch Spritzen umgebracht wurden. Das Bild "Keine Träne ist zu wenig" zeigt die Anstalt Hadamar. Durch die Eingangstür der Anstalt fließen Tränen in Richtung des Tränenflusses. In den Tränen sind die einzelnen Namen der NS–„Euthanasie” - Opfer aus der Stadt Marl eingraviert. Der Tränenweg spiegelt das Leid wider, welches die Opfer in der Anstalt erlitten haben. Wir schenken unser Bild "Keine Träne ist zu wenig" der Stadt Marl zum Gedenken an unsere Bürger und Bürgerinnen, die der "NS-„Euthanasie” zum Opfer fielen. Wir haben das Bild bei der städtischen Gedenkfeier zum Volkstrauertag am 18. November 2012 am "Bonhoeffer- Denkmal" niedergelegt und unserem Bürgermeister, W. Arndt, anschließend überreicht. Christoph Bugsel, Matthias Cabanus, Patrick Kohaus, Kevin Kowolenko, Marius Kübber

"Das muss an die Öffentlichkeit! – Die ganze Stadt zum (Ge)Denken bringen" Anerkennungspreis: Gedenken in Marl, Bild 07 Unsere Religionslehrerin, Frau Ries, brachte das Thema in den Religionskurs, verbunden mit dem Wettbewerb "Andersartig gedenken". Zuerst tauschten wir uns aus, ob wir etwas über Opfer des Hitler-Regimes aus Marl wüssten. Die "Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes" hat eine Liste angefertigt mit den Opfernamen. Da gibt es aber nur die Vornamen mit dem Anfangsbuchstaben des Nachnamens. Die Familien, so wurde uns erzählt, haben immer noch Schwierigkeiten, den Terror zu verarbeiten. Wir entschieden uns für das Teilprojekt "Andersartig gedenken durch Pressearbeit!" Dann schrieben wir an unsere Marler Zeitung und baten darum, einen Artikel veröffentlichen zu dürfen. Dazu ergab sich die Gelegenheit, beim Volkstrauertag am 18.11.12 den Artikel verlesen zu können. So erreichten wir viele Marler Bürger, die davon noch nichts wussten. Sie waren sehr betroffen. Der Bürgermeister unserer Stadt bat uns, den Auschwitz-Gedenktag am 27.Januar 2013 im Rathaus mitzugestalten. Da werden wir wieder die Möglichkeit haben, der Opfer der NS-„Euthanasie” andersartig zu gedenken! Kira Schubinski und Jana Meise

Kabelverteilerkasten Anerkennungspreis: Gedenken in Marl, Bild 08 Wir dachten zu Beginn unserer Arbeit, als wir vom Schicksal der NS-„Euthanasie”-Opfer gehört hatten und geschockt waren über die Geschichte der Anna Lehnkering aus Oberhausen, dass wir ein Bild darüber malen. Dann erfuhren wir, dass man in Marl Stromkästen bemalen darf, wenn man sich bei der Stadt meldet. Diese Idee fanden wir gut und fragten mit unserer Religionslehrerin nach. Wir mussten die Erlaubnis des Energieversorgungsunternehmens einholen. Sie haben sich gefreut, weil ihre Stromkästen ja immer mit schlimmen Graffitis beschmiert werden. Uns fiel bei einer Radtour der Kasten in der direkten Nähe des "Bonhoeffer-Denkmals" am Rathaus auf. Wir erhielten die Erlaubnis und auch einen Zuschuss zum Einkauf von Farben. Danach malten wir in der Zeit von Mitte Oktober bis Mitte November bei gutem Wetter. Beim Gedenken zum Volkstrauertag, das am "Bonhoeffer-Denkmal" gehalten wurde, zeigte der Bürgermeister W. Arndt auf unser Denkmal. Es wird in den nächsten Jahren an die Opfer der NS-„Euthanasie” erinnern, damit wir es nicht vergessen! Paulina Seif und Loreen Reichert

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Anerkennungspreis: Euthanasie gestrichen

Anerkennungspreis: Euthanasie gestrichen
Schüler der Klasse O1 Don-Bosco-Schule Lippstadt mehr...

Tunahan Gulerunasen Vogeler, Viktor Zielke, Liam Kämper, Jan-Niclas Fischer, Marcel M., Sarah Kuschnik, Fabian Falk, Jan-Felix, Albert K., David Herbert Klasse O1, Don Bosco-Schule, Lippstadt Lehrer/in: Claudia Ressing, Wolfgang Janus

Die Schüler_innen der Klasse O1, der Don-Bosco-Schule, Lippstadt arbeiten an einem Jahresprojekt zum Thema "Menschenrechte" gemeinsam mit Schüler_innen der Förderschule in Tukums, Lettland. Die Beiträge zum Ideenwettbewerb "andersartig gedenken" sind Teil ihres Jahresprojekts.

Begründung der Jury: Die Arbeit des Kurses O 1 der Don Bosco-Schule beeindruckt durch die Leichtigkeit der Gestaltung, das Spielerische der Entwürfe schafft ein Verbindung zu menschlich Unbewußtem. Überzeugt hat die Einreichung vor dem Hintergrund des Jahresprojektes der Schüler_innen zum Thema Menschenrechte. Die Schüler_innen und Schüler hatten eine Gedenkstätte in Lettland aufgesucht und sich dort und zuhause mit dem Thema Nationalsozialismus, Gedenken und den Menschenrechten auseinandergesetzt. Das Engagement der Schüler_innen und die intensive Arbeit zum Thema Menschenrechte ist auch als Schritt zum Empowerment von Menschen mit so genannten geistigen Behindeurngen zu verstehen. Die Jury würdigt auch die europäische Perspektive des Projektes: Die Schüler_innen besuchten die Gedenkstätte Bikernieki / Riga und arbeiteten gemeinsam mit lettischen Schüler_innen an Kunstwerken. Die Jury entschied sich, die drei Entwürfe als ein großes Klassenprojekt zu betrachten.

Euthanasie gestrichen – Menschen mit Behinderung bestimmen selbst über ihr Leben! Die Bänder mit Gesichter sind wir. Die Körper sind – Menschen mit Behinderungen. Sie stehen für für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Die Pappplatten auf dem Boden sind in Wirklichkeit Gipsabdrücke von der Gedenkstätte Bikernieki in Lettland. Auch dort wurden Menschen mit Behinderungen in der NS- Zeit getötet. Wir erinnern uns daran, deswegen haben wir die Abdrücke gemacht und mit uns verbunden. Wir haben uns auch mit den Körpern verbunden, denn heute setzen wir uns für unsere Rechte ein. Früher hatten Menschen mit Behinderungen keine Rechte. Diese Zeit darf nie vergessen werden. Marcel, Sarah, Jan-Niclas Fischer

Keine Euthanasie -> Barrierefrei -> Gemeinsam Das sind Menschen mit Behinderungen. Barrieren stehen ihnen im Weg. Die Barrieren müssen weg. Die Barrieren sind aus alten Zeiten. Menschen mit Behinderungen mussten in der NS- Zeit sterben. Ihnen wurden viele Barrieren in den Weg gestellt. Der faden zeigt, dass heute alle Menschen die gleichen Rechte haben. Menschen mit Behinderungen machen sich gemeinsam für ihre Rechte stark. Sven, Viktor, Liam, Tunahan

Euthanasie gestrichen gedenken -> neudenken = gleiches Recht für Alle Gedenken – neu denken = gleiche Rechte für alle. Die Bedeutung: Dass jeder Mensch die gleichen Rechte haben soll. Heißt aber auch, dass man die Menschenopfer von Euthanasie gedenken und dass wir Menschen mit Behinderungen akzeptieren sollen. Der Kopf steht für Neudenken. Die Fäden bedeuten, dass man sich erinnern soll und die kleinen Plastikdinger sind Abdrücke einer Gedenkstätte. Das Laub erinnert an den Laub der Gedenkstätte. Fabian, Jan-Felix, David

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Anerkennungspreis: Euthanasie gestrichen: Bild2Anerkennungspreis: Euthanasie gestrichen: Bild3Anerkennungspreis: Euthanasie gestrichen: Bild4

3. Die engere Wahl der Jury

15 weitere Wettbewerbsbeiträge schafften es in die engere Wahl der Jury

  • Ohne Title
    Freya Gronemeier Klasse 10b, Internationale Deutsche Schule Brüssel Lehrerinnen: Iris Kaes, Tanya Wittal
    Ohne Titel

    &bqund;Jedes Leben ist es wert, gelebt und geliebt zu werden”, ist die Aussage, die ich mit meinem Projekt treffen möchte. Zwei vergoldete DNA-Stränge (40m/ Durch­messer 15 cm) sollen auf zwei Schiefer­säulen (30 x 30 x 120 cm) mit quadratischem Grund­riss positioniert werden.

    Während der eine DNA-Strang vollständig ist, sollen beim zweiten teilweise einzelne Basen fehlen. Das Gold der DNA-Stränge in meinem Mahnmal steht für die Schönheit und Reich­haltigkeit eines lebens­werten Lebens. Während der eine DNA-Strang vollständig ist, fehlen beim zweiten teilweise einzelne Basen. Beide DNA-Stränge verkörpern dabei ein reiches, lebens­wertes Leben. Es besteht in dieser Hinsicht kein Unterschied zwischen dem vollständigen Abschnitt und dem mit den kleinen &bqund;Defekten”. Am oberen Sockelrand befindet sich ein Goldband mit den Namen der NS-&bqund;Euthanasie” Opfer in schwarzer Schrift eingraviert. Dies ist ein historischer Rückbezug. In reines Gold eingebettet befinden sich in schwarzer Schrift die Namen von Opfern.
    Jede Zeile endet mit den Worten: &bqund;und viele andere”. Der ein oder andere wird vielleicht Glück empfinden, in einer Welt leben zu dürfen, in der nicht mehr einfach über Leben und Tod entschieden wird wie in der NS-Zeit. Doch vielleicht wird es auch den ein oder anderen geben, der fest­zustellen vermag, dass dies nicht der Fall ist. Und sollte dies geschehen, so hätte mein Mahnmal seinen Zweck erfüllt. Wie können wir behaupten, Deutschland hätte sich verändert, wenn heute 90 Prozent aller pränatal diagnostizierten Trisomie-21-Föten abgetrieben werden, wenn sich Eltern nun für das Leben ihres behinderten Kindes rechtfertigen müssen? Was ist mit :&bqund;Jedes Leben ist es wert, gelebt und geliebt zu werden?”
  • Ausgelöschte Lebenslichter
    Carmen Dupke, Marie Fetzer, Barbara Scheck, Denise Stegmüller Kurs Religion, Joachim Hahn-Gymnasium, Blaubeuren Lehrerin: Frau Richter
    Ausgelöschte Lebenslichter

    Idee: Ausgangsgedanke ist eine zerplatzende Seifenblase und der Spruch: &bqund;Träume sind wie Seifenblasen – Willst du sie festhalten, zerplatzen sie”. Dies soll sich auf den &bqund;Traum” der Nationalsozialisten von &bqund;Reinheit” beziehen, welcher schließlich &bqund;platzte”.

    Vorgeschlagen wird als Denkmal eine begehbare Glaskugel(Durchmesser 6m, Höhe 5,5m) außen verspiegelt, welche nach unten hin immer mehr Risse bekommt. Durch die Risse kann man das Monument betreten. Innen befindet sich ein Puzzle aus bunten Leuchtplatten. Durch eine Lichtschranke ausgelöst verdunkeln sich nach Betreten der Kugel durch den Besucher mehr und mehr Puzzleteile, die einen &bqund;Makel ” haben, nicht ganz passen. Diese Puzzleteile stehen für Menschen mit Behinderung, welche von anderen Menschen und ihren Familien ge­stützt und getragen werden. Das Erlöschen der Puzzleteile symbolisiert die NS-&bqund;Euthanasie”.
    Leuchten diese Teile nicht mehr, sieht das Puzzle nicht mehr schön aus, es ist nur schön als großes Ganzes, so­wie die menschliche Gesellschaft nur ein Ganzes ergibt mit &bqund;allen Teilen”. Wie kann man Jugendliche ansprechen? Wie kann man am Denkmal teilhaben? Wir wollten nicht noch ein Denkmal entwerfen, das ein­fach aus einer schlichten Metalltafel mit Namen oder ähnlichem besteht. Wir wollen damit nicht sagen, dass solche Denkmäler schlecht seien oder gar den Opfern nicht gerecht werden würden. Nein. Für uns zählte das Neue. Gemeinsam wollten wir etwas entwerfen, an dem vor allem Jugendliche wie wir selbst nicht einfach vorbei­laufen, sondern innehalten und nachdenken würden.
  • Reflexionen
    Kurs Kath. Religion Klasse 11 Geschwister- Scholl- Schule, Tübingen Lehrerin: Frau Susanne Mehrer
    Reflexionen

    Eine zwei Meter große Kugel mit spiegelnder Ober­fläche steht auf einem flachen Sockel. Durch die Oberfläche ziehen sich Scharten und Dellen, welche bewirken, dass das Spiegel­bild des Betrachters verzerrt und unregel­mäßig zurück­geworfen wird. Die Kugel steht stell­vertretend für unsere Welt und weist mit ihren Ver­letzungen auf ihre Fehler hin. Unser Denkmal soll durch die optische Verzerrung dem Betrachter zeigen, dass man nicht weniger wert ist oder anders denkt, wenn man anders aussieht.

    Besonders geeignet für das Denkmal wäre ein weiter Platz oder ein breiter Weg, jedoch bekommen auch en­gere Orte durch die Spiegelung eine weitere Wirkung. Unser Denkmal stellt Fragen an den Betrachter: Warum? Was bedeutet &bqund;lebenswertes Leben”? Wer gab den Tätern das Recht zu morden? Wie hättest du dich verhalten? Wie gehst du mit deinen Mitmenschen um?
  • Ohne Title
    Chantal Holst Klasse 10, Gymnasium Carolinum, Bernburg Lehrerin: Doris Maedge
    Ohne Title

    Mein Denkmals­entwurf ist ein aufgeklapptes Buch mit Seiten zum Umblättern. Es sollte aus Holz bestehen, das vor der Witterung geschützt ist und so groß sein, dass der Betrachter im Stehen gut lesen und blättern kann, etwa 1,50m hoch, 3m breit. Auf den Seiten sind Namen und Eck­daten geschrieben von Euthanasie­opfern der betreffenden Stadt und allge­meine Informationen über Aktionen der NS-&bqund;Euthanasie” im Ort. Vorstellbar wäre es, das &bqund;Buchdenkmal” in allen

    Städten mit Euthanasie­vergangenheit mit den jeweiligen Na­men auf­zustellen. Ich denke, das &bqund;Buch” in der Stadt­mitte zu verorten, damit sich alle Menschen dieser Stadt und Besucher damit auseinander­setzen und der Opfer gedenken können. Das hätte auch den Vorteil, dass das Gedenken nicht an den Stadt­rand oder nur für die besonders interessierten Menschen, sondern für jeden mitten im Leben integriert wird, damit die Opfer nicht vergessen werden.

  • Ohne Title
    Bejamin Bangert, Robert Ahmed und Tim Gast Grundkurs Kunst, Klasse 12, Goethe-Gymnasium, Nauen Lehrerin: Frau Ginnold
    Ohne Titel

    Der Kubus besteht aus Glas. Er ist 4m hoch und seine Grundfläche beträgt 2,5mx2,5m Glas ist ein kühles, glattes, reflektierendes Material.
    Der fensterlose Kubus kann durch eine Tür betreten werden und führt in einen Raum, dessen vier Wände, sowie Decke und Boden aus dunkelgrauem Filz bestehen.

    Der Innenraum ist ein abgedämmter, dunkler Raum. Das Filz dämmt die Geräusche stark ab – man ist dort wie von der Aussenwelt abgetrennt. Licht und Luft tritt nur durch kleinen Schlitz zwischen Decke und Wand ein. Der Glaskubus soll auf einem Sandplatz stehen.

  • Mahnmal zum Gedenken an die Opfer der Kindereuthanasie in der Zeit des Nationalsozialismus
    Peter Stuhlmann Grundkurs Kunst, Klasse 12, Goethe-Gymnasium, Nauen Lehrerin: Frau Ginnold
    Mahnmal zum Gedenken an die Opfer der Kindereuthanasie in der Zeit des Nationalsozialismus

    Auf einer 20mx20m großen und 0,2m hohen grauen Grundplatte befinden sich 39 relativ gleichmäßig angeordnete Stelen aus Beton, die von der Mitte der Platte zum Rand niedriger werden (Mitte, ca. 3m, Rand: ca. 1,30m). Sie sind so angeordnet, dass man um alle Stelen herumgehen kann oder mit dem Roll­stuhl umfahren kann.
    Jede Stele symbolisiert eine der 39 Kinder­fach­abteilungen, die während des National­sozialismus im Deutschen Reich existierten. Sie sind annähernd geografisch angeordnet.

    Die Stelen sollten zwar stabil sein, jedoch soll es möglich sein, die Anordnung zu verändern, um eine Stele zu ergänzen, wenn neue Erkenntnisse über mögliche weitere Kinder­fach­abteilungen gewonnen werden. Aufgrund des Bezugs zur Kinder­euthanasie sind die Stelen unterschiedlich bunt gestaltet. An den Stelen läuft in unregelmäßiger Form eine schwarze Masse von oben herab. Diese symbolisiert den über die Kinder kommenden Tod.
    An den einzelnen Stelen sind die schon bekannten Namen der Opfer der Kinder­euthanasie eingraviert. Sobald neue Fälle bekannt werden, könne diese ergänzt werden.
    An jeder der vier Seiten des Stelenfeldes befindet sich eine gläserne Informations­tafel, die zweisprachig (Deutsch, Englisch) über Kinder­euthanasie in der Zeit des National­sozialismus informiert.
    An den Informations­tafeln sind per Smartphone scanbare QR- Codes angebracht, über den

    man auf eine Intenetseite gelangt, die ausführlicher über das Thema informiert. Ein möglicher Ort für die Errichtung des Stelenfeldes ist die Grünanlage in der Tiergartenstraße/Herbert-von-Karajan-Straße, in unmittelbarer Nähe der ehemaligen T4-Zentrale. An den Standorten der Kinder­fach­abteilungen ist eine einzelne Stele aufgestellt. Jeder dieser Stelen ist ebenfalls eine gläserne Informations­tafel zugeordnet.
    Inschrift auf der Informationstafel:
    Dieses Mahnmal soll für immer an die Gräueltaten im National­sozialismus erinnern. An über 5.000 geistig und körperlich behinderten Kindern wurden medizinische Versuche durchgeführt. Das Leben dieser Kinder wurde von dem Regime als lebensunwertes Leben erachtet deshalb wurden diese Kinder getötet. Im Deutschen Reich gab es 39 dieser Kinder­fach­abteilungen. An diesen Orten befindet sich ebenfalls eine solche Stele.

  • Denk-Schub
    Nele Zimmermann, Grundkurs Kunst, Klasse 12, evangelische Schule Neukölln, Berlin LehrerIn: Michaele Caspar
    Denk-Schub

    Dieses Denkmal versteht sich als "Denk-Schub" gegen das Schubladen-Denken. In der Zeit des National­sozialismus wurden Menschen aufgrund von Äußerlichkeiten, Fähigkeiten und Defiziten in Schubladen gesteckt. So hieß es bei Menschen mit Behinderung, sie seien nicht lebenswert,

    da sie keine Gefühle wie "normale" Menschen hätten und den Staat nur eine Menge Geld kosten würden. Der Äskulapstab, der eigentlich ein Symbol für ärztlichen Schutz und Hilfe darstellt, wird hier zur Bedrohung, da Ärzte Mittäter waren. Die Schlange wird zur Gefahr, umschlingt das Opfer

  • Denkmal für die NS-„Euthanasie”-Opfer
    Gözde Kaya, Selim Marx, Yesim Tekin, Maike Wilcke Grundkurs: Kunst, Klasse 12, Oberstufenzentrum Recht, Berlin Lehrer: Micha Rosenthal
    Denkmal für die NS-„Euthanasie” - Opfer

    Idee: Im Zentrum des Denkmals 6 verschieden große Würfel in schwarz und weiß, darauf eingraviert die Namen der Opfer. Schwarz und weiß stehen sechs verschieden große Würfel für Gut und Böse. Rechts und links der Würfel zwei Busse, einer heutig und behinderten­gerecht, mit vergrößerten Behinderten-Symbolen an den Türen. Auf der anderen Seite ein alter Bus, welcher an die Deportation erinnern soll.

    Der alte Bus ist auch ein Eingang in das Design­museum mit Ausstellungs­fläche zum Thema &bqund;Euthanasie”, der Weg dorthin führt durch einen sich absenkenden Tunnel. Alle Wege sind behinderten­gerecht, um das Denkmal wächst Gras. Um den „Euthanasie”-Opfern zu gedenken, haben wir versucht, unsere persönlichen Eindrücke in einem Denkmal darzustellen. Wir haben uns dazu entschlossen, den Gegen­satz zwischen Gut und Böse in Form von unterschiedlich großen Würfeln zu verdeutlichen. Die Würfel wurden in weiß und schwarz eingefärbt, um diese Gegen­sätze zu betonen. An der Außenseite der Würfel sollen so viele Namen der Opfer wie möglich eingraviert werden, um zu zeigen wie viele Menschen betroffen waren. Dieser Aspekt war uns am wichtigsten, deswegen ist es

    das Herz unseres Denkmals. Wir wollten einen Vergleich zwischen den damaligen und den heutigen Verhältnissen in Sachen Behinderten­freundlichkeit in Form von Bussen aufzeigen. Die Busse stehen parallel zu den Würfeln und einander gegenüber. Wir haben versucht die behinderten­gerechten Busse der heutigen Zeit durch ein auffälliges Behinderten­symbol zu kennzeichnen. Der alte Bus soll an die Deportationen der NS-„Euthanasie”- Opfer durch die NS erinnern. Zudem nutzt man den alten Bus als Eingang für das Kulturforum, wo eine ausführliche Ausstellung über die NS-„Euthanasie” gezeigt wird. Der Weg dorthin führt durch einen sich fortlaufend, absenkenden Tunnel. Die Wege wurden behinderten­gerecht eingerichtet, sodass jeder ohne Problem zu dem Denkmal gelangen kann.

  • Triangles for memory
    Sarah Ziedler und Anna Vogelaar Klasse 10b, Internationale Deutsche Schule Brüssel Lehrerinnen: Iris Kaes, Tanya Wittal
    Triangles for memory

    Die Arbeit &bqund;Triangles for Memory” besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil der Installation besteht aus etwa 1-2m² großen, dreieckigen, bunt ein­gefärbten, licht­durchlässigen Acryl­glas­platten, die zwischen zwei hohen Gebäude­wänden mit Stahlseilen in der Höhe befestigt werden. Die Dreiecke der Acryl­glas­scheiben sollen wirken wie ungeordnete Gedanken­splitter, wie nicht zuzuordnende Wesenheiten.

    Die positiven Assoziationen der Leichtigkeit und Farbigkeit werden beim Betreten des zweiten Teils unserer Installation – dem grauen Besucher­kasten – gebrochen. Innenansicht, zweiter Teil der Installation: Der zweite Teil der Installation besteht aus einem geschlossenen grau gefärbten Plexi­glas­quader mit einer automatischen Schiebe­tür an einer der Längs­seiten und einem gepflasterten Boden aus unregelmäßig ein­gearbeiteten Pflaster­steinen. Sobald Betrachter den Raum durch die sich kurz vor dem Eintreten öffnenden Schiebetüren betreten haben, schließt sich die Tür sofort wieder. Der Boden besteht aus unregelmäßig behauenen Pflaster­steinen. Auf diesen Pflaster­steinen liegen – in Bronze gegossen und in den Pflaster­boden eingebracht – Zettel, die Opferdaten enthalten. Hauptmotiv dieses Teiles der Installation ist die

    geometrische Form des Dreiecks. Die Dreiecksform wird in der Bildenden Kunst häufig als Symbol­träger verwendet. Es ver­sinn­bildlicht Balance, Aus­geglichenheit und Geborgenheit – alles Begriffe, die positive Assoziationen hervorrufen. Während der NS-Herrschaft wurden die Häftlinge mit Dreieck­symbolen gekennzeichnet. Die farbigen Acryl­glas­scheiben in ihren individuell verschiedenen Tönungen unserer Installation sind bewusst nicht als gleichschenklige Dreiecke gestaltet wie die Dreiecke der NS-Kennzeichnung in den Lagern. Nachts werden diese Acryl­glas­platten beweglichen Lichtern unstet beleuchtet. Die Installation ist großflächig angelegt und soll den Passanten durch seine Dimension und die Farbigkeit im öffentlichen Raum um den Erinnerung­sort auffallen.
  • Licht und Dunkelheit
    Robert Mehnert Klasse 10b, Internationale Deutsche Schule Brüssel Lehrerinnen: Tanya Wittal, Iris Kaes
    Licht und Dunkelheit
    Das Mahnmal besteht aus einer freistehenden Mauer, die ungefähr 8 Meter lang und 5 Meter hoch ist. Die Mauer besteht aus dunklem Felsstein mit einer rauen Oberfläche und Kanten, die uneben sind. In die Mauer eingelassen sind hunderte von Lichtern. Das Mahnmal steht im Freien. Die Dunkelheit der Mauer ist ein Symbol für die dunkle Periode in Deutschlands Geschichte. Die Mauer steht für Absperrung. Dort wollen wir nie wieder hin. Das darf sich nicht wiederholen. Die raue natürliche Oberfläche symbolisiert, dass keiner perfekt ist, dass jeder so ist, wie die Natur ihn geschaffen hat.
    Die sehr vielen Lichter symbolisieren die vielen Menschenleben. Die Lichter sind willkürlich angeordnet, weil es jeden hätte treffen können. Jeder kann krank werden, jeder wird alt. Das Erlöschen der Lichter zeigt, dass diese Menschen getötet wurden. ZYKLUS DER LICHTER Alle Lichter sind für zwei Minuten an. Dann gehen Schritt für Schritt die Lichter aus, einzeln oder mehrere zusammen und an verschiedenen Stellen. Das geht so lange, bis kein Licht mehr brennt. Dann folgt eine Minute Dunkelheit. Der Zyklus beginnt von vorn.
  • Erwachen
    Anuscha Sonntag und Darja Elser Klasse 12b , Stadtteilschule Süderelbe, Hamburg Lehrerin: Franziska Frisch
    Erwachen

    Ausgangsidee war der „Vergasungstourismus”: Ärzte und NS-Politiker besuchten die Anstalten und sahen durch einen Spion in der Tür bei Tötungen zu. Das Denkmal ist ein schwarzer Korpus, 3mx3mx4m Länge. An der Schmalseite befindet sich ein Guckloch, von welchem Risse in die Ecken laufen. Man sieht im Inneren Gestalten in leidenden Posen, der Boden ist grau gekachelt, die Wandfarbe &bqund;vergilbt”, an einer Wand ist ein Duschkopf.

    Auf Augenhöhe des Betrachters verläuft außen eine Inschrift: Lasst uns bei Verbrechen nicht tatenlos zusehen, andernfalls werden wir zu passiven Mittätern. Um der Euthanasieopfer Willen dürfen wir die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Unsere Intention ist es, den Betrachter in die Position des Arztes zu bringen. Wir wollen so die Menschen auf ihre potentielle, passive Mittäterschaft aufmerksam machen. Die abschreckende Vorstellung, and die Stelle des Verbrechers zu treten, soll die Menschen an die Fehler der Vergangenheit erinnern und sie vor zukünftigen abhalten. Die Risse symbolisieren auch das Verlangen nach Wahrheit, erkannt zu werden und aus dem Käfig des Vergessens auszubrechen. Diese Aufforderung wird verstärkt durch die umlaufende Inschrift. Als unsere Lehrerin Frau Frisch uns fragte, ob wir interessiert wären, an dem Ideenwettbewerb &bqund;andersartig gedenken” teilzunehmen, hatte noch
    keine von uns eine klare Vorstellung von Euthanasie. Nach einer ersten Recherche entschieden wir uns für die Teilnahme. Wir gingen mit dem Ziel an den Start, allen die Ereignisse der Vergangenheit mitzuteilen. Mit Hilfe des Internets und der Bibliotheken fingen wir an, uns intensiver mit dem Thema NS-&bqund;Euthanasie” auseinanderzusetzen. Dabei drangen wir tief in die Wurzeln der Vergangenheit ein. Von der Bedeutung von Euthanasie in der Antike – &bqund;an der Zeit zum Sterben” (Sterbehilfe)- bis zum systematischen und geplanten Töten von so genanntem &bqund;lebensunwerten Leben” in der Zeit des Nationalsozialismus. Erschüttert waren wir von der Gefühllosigkeit und Grausamkeit der Täter im Nationalsozialismus. Besonders der &bqund;Vergasungstourismus” hob für uns die &bqund;Kaltblütigkeit” der Täter und Mitwisser hervor. Dies gab uns den Anstoß für unsere Denkmalsidee.
  • Den Menschen als Ganzes sehen
    Monika Matic, Helin Kaya, Jahrgangsstufe 1, Gottlieb-Daimler-Gymnasium, Waiblingen Lehrer: Rodolfo Guzmann Tenore
    Den Menschen als Ganzes sehen
    Den Menschen als Ganzes betrachten – fordert Mut und den Willen der Mitmenschen. Unser Denkmals-Vorschlag besteht aus 3 Glascheiben. Diese werden hintereinander positioniert. Einzeln ergeben sie keinen Sinn. Schaut man jedoch durch alle durch (diesen Blickwinkel muss der Betrachter aktiv suchen) &bqund;renken” sich alle 3 Schreiben zu einem ganzen Bild. Schriftzug: Aus &bqund;lebens­unwert” (Glasscheibe1+2) wird &bqund;das Leben wert­schätzen”.
    Unterer Bildteil: Kriegsszenario und ein Kopf liegend als Symbol des Todes in der Nazizeit. Unten links: Lichtstrahlen (im Licht Gottes werden wir zu Menschen) Gesicht: das gleiche Gesicht hinter Gitterlinien als Symbol des Gefangenseins und des Gesichtssymetrie –Gitters, welches für die Suche nach dem perfekten Menschen (den es nicht gibt) steht.
  • Den Opfern von Grafeneck einen Namen geben
    Schüler_innen der Klasse 10 Realschule der Münsterschule Zwiefalten LehrerInnen: Bernd Kreuzer und L. Brändle
    Den Opfern von Grafeneck einen Namen geben

    Die Münsterschule Zwiefalten (GHRS) kooperiert schon seit 10 Jahren mit den örtlichen Veranstaltern des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar.

    Zwiefalten liegt in der Nähe von Grafeneck, einem der Orte, in dem Behinderte und Kranke zwischen 1940 und 1941 ermordet wurden. (Zwiefalten war früher Durchgangs­station für Grafeneck­transporte.) Das Zentrum für Psychiatrie ist am Schulort und die Begegnungs­möglichkeiten mit Kranken sind sowohl im Alltag als auch in Praktikas für unsere Schüler gegeben. Aufgrund dessen sind viele Schüler der 10. Realschulk­lasse(n) der Münsterschule jedes Jahr neu bereit und interessiert, sich am Gedenktag zu beteiligen. Das Projekt wurde fest in die Schuljahresplanung der 10. Klasse an der Münsterschule aufgenommen. Vor einigen Jahren entwickelten Schüler_innen die Idee eines Gedenk-Mosaiks, das über mehrere Jahre verfolgt und von einem an den nächsten Schüler­jahrgang weiter­gegeben wurde.
    Einige der diesjährigen Zehntklässler legten das Gedenk­mosaik wieder aus und veranlassten die Erstellung einer Erklärungs­tafel. Darüber hinaus entwickeln wir Ideen für den kommenden Gedenktag im Januar 2013, die in Beziehung zum Mosaik stehen. Der Schwer­punkt liegt dabei auf &bqund;Den Opfern einen Namen geben”. Am 27. Januar 2013 werden 250 Luft­ballons auf die Reise geschickt. An den Luft­allons befinden sich Karten, auf denen Namen, Lebens­daten und Schicksal der NS-&bqund;Euthanasie”-Opfer aus Grafeneck fest­gehalten sind. Die Luft­ballons sollen die Zahl der Opfer sichtbar machen. Finder der Luft­ballons und der Karten werden gebeten die Karte zu lesen und sie wieder an die Schüler_innen zurückzusenden.
  • Tanz mit!
    Sophia Schmachtenberg Grundkurs Kunst, Klasse 11, Starkenberg-Gymnasium, Heppenheim Lehrerin: Frau Schrader
    Tanz mit!

    Ein Flashmob ist eine &bqund;kurze, überraschende öffentliche Aktion einer großen Menschen­menge”. Ich möchte eine Choreografie mit jungen Erwachsenen und geistig oder körperlich

    eingeschränkten Jugend­lichen zu aktueller Popmusik einstudieren und an interessanten öffentlichen Orten präsentieren. Es soll sich bei der Musik um moderne junge Musik handeln, die besonders ansprechend auf Jugendliche wirkt. Gerade die Ebene der Töne, Schwingungen und Bewegungen in Form eines Tanzes möchte ich in meiner Aktion nutzen, um einen anderen Weg als die Sprache zur Kommunikation zwischen Menschen zu nutzen. Die Choreografie wird selbst­verständlich die Fähigkeiten jeden Teilnehmers berücksichtigen und hervorheben, doch gleichzeitig in einem aufeinander abgestimmten Synchronismus. Behinderte und psychisch kranke Menschen wurden

    während des National­sozialismus systematisch ermordet. Die Euthanasie ist ein Teil unser aller Geschichte. Es ist wichtig, dass wir uns bewusst über die Grausamkeit und Unmenschlichkeit des Teils der deutschen Geschichte sind. Und die damit verbundene Verantwortung, dass sich eine Aktion wie die NS-&bqund;Euthanasie” in der Zukunft nicht wiederholen darf. Ich möchte mit meiner Aktion, dem Flashmob zeigen, dass behinderte Menschen immer Teil der Gesellschaft sind, und es immer einen Platz für jeden Menschen gibt. Diesen Wunsch soll der Flashmob den überraschten Zuschauern auf freundschaftlicher, offener Ebene vermitteln.
  • Ohne Titel
    Rosa Molkenthin, Zoe Mauritz, Paula Schwartau, Emma Prein, Teresa Ragg Klasse 10; Ev.Schule, Zentrum; Berlin Lehrerin: Anke Tippelt
    Ohne Titel

    Egal wie wir aussehen, wir haben alle denselben Wert!

    Die Idee für unser Denkmal kam uns, als wir darüber gesprochen haben, dass jeder Mensch anders aussieht, anders spricht und anders denkt, aber im Inneren sind trotzdem alle gleich! Wir haben lange überlegt, wie wir das am besten darstellen könnten. Dann kam uns die Idee, die Unterschiede mit Flaschen zu symbolisieren. Die Kugel, auf der die Flaschen stecken, soll die Welt darstellen, auf der wir alle zusammen leben. Wenn wir darüber nachdenken, dass wir alle gleich wären,

    müssen wir sofort daran denken, wie viel es nicht geben würde. Wir würden alle die gleichen Ideen, Ziele und Erwartungen haben! Unser Denkmal steht auf drei Sockeln. In der Mitte der Glaskugel ist eine Glühbirne. Eine Lichterkette lässt jede einzelne Flasche in einer anderen Farbe erleuchten. Wir wollen mit unserem Denkmal zeigen, dass jeder einzelne Mensch mit seinem Dasein die Welt bereichert! Kein Mensch sollte sterben, nur weil er nicht so ist, wie es sich jemand anderes vorstellt!

4. Ergebnisse

Es beteiligten sich 47 Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet von Baden-Würtemberg bis Schleswig-Holstein, 2 Internationale Deutsche Schulen aus Brüssel und Changchung in Nordchina am Wettbewerb und sandten bis zum 30. November 2012 insgesamt 159 Wettbewerbsbeiträge ein. Unter den Schulen waren:

  • 22 Gymnasien
  • 5 Haupt- und Realschulen
  • 5 Gesamtschulen
  • 4 Schulen in Trägerschaft der ev. Kirche
  • 2 Schulen in Trägerschaft der kath. Kirche
  • 2 Oberstufenzentren
  • 2 Internationale Dt. Schulen
  • 1 Schule für Hörgeschädigte,
  • 1 Förderzentrum Schwerpunkt: geistige Behinderung
  • 1 Berufschule
  • 2 Waldorfschulen

5. Jury

Die Jury tagte am 12.12. 2012 von 10.00-23.00h. In einem einstufigen Verfahren ermittelte sie die 5 Preisträger.

  • Prof. Stefanie Endlich, Honorarprofessorin Kunst im öffentlichen Raum, UdK, Berlin
  • Prof. Hanna Hennenkemper, Gastprofessorin, Malerei, KH Weissensee, Berlin
  • Dr. Wiebke Willms, Dozentin für Soziale Arbeit, Alice Salomon Hochschule, Berlin
  • Andreas Knitz, Architekt und bildender Künstler, Ravensburg
  • Maria Smolen-Rathey, bildende Künstlerin, Ensemblemitglied des Theater Thikwa, Berlin

6. Preise

Es wurden 5 schulgebundene Preise vergeben. 1.Preis 3000 Euro 2.Preis 1500 Euro 3.Preis 1000 Euro 2 Sonderpreise, je 500 Euro

7. Förderer

  • Logo: BkM
  • Logo: Der Paritätische
  • Logo: Stiftung Paritätische Berlin

Der Wettbewerb "andersartig gedenken" wurde gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Weitere Förderer sind der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin und die Stiftung Parität Berlin.

8. Audio

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und kann hier nachgehört werden (ab Minute 50)

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