Förderkreis

Am 29.6.2016 wurde der Förderkreis des  Gedenk- und Informationsortes in der Tiergartenstraße 4 zur Erinnerung an die Opfer der NS -"Euthanasie" gegründet.

Dabei wurde eine Satzung beschlossen, die die Tätigkeit und die Ziele des Vereines beschreibt sowie ein Vorstand gewählt.

 

Der Vorstand des Fördervereins

 

Von links nach rechts: Rolf Flathmann, stellvertretender Vorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. (Schatzmeister); Irit Kulzk, Geschäftsführerin des Vereins Zukunftssicherung e.V. (Beisitzerin); Thomas Künneke, Kellerkinder e.V. (Beisitzer);  Julia Frick, Angehörige eines Opfers der NS-"Euthanasie" (stellvertretende Vorsitzende);  Martin Georgi, NGO-Berater, (Vorsitzender);  Gabi Gerwins, engagiert sich aktiv in der Berliner Behindertenpolitik, u.a. in der Initiative Mensch Zuerst - Netzwerk People First (Beisitzerin); Barbara Stellbrink-Kesy Angehörige eines Opfers der NS-"Euthanasie", (Beisitzerin); Matthias Kube, Vorstandsvorsitzender der Wichern Diakonie Frankfurt/Oder (Beisitzer).

 

 

 

 

Aufruf zur Gründung

 

Der Förderkreis des Gedenk- und Informationsortes in der Tiergartenstr. 4 zur Erinnerung an die Opfer der NS -“Euthanasie“ setzt die Initiativen fort, die zu seiner Entstehung führten. Wir wollen nicht, dass dieses Kapitel der deutschen Geschichte als abgeschlossen betrachtet wird. Das Interesse am Besuch von Gedenkstätten steigt. Immer mehr Angehörige versuchen, das Schicksal ermordeter Familienmitglieder zu erforschen. Die NS-“Euthanasie“ bleibt Bezugspunkt aktueller Debatten um Bioethik und Sterbehilfe.

Es gibt nun den Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde an der Berliner Tiergartenstraße 4, betreut von der Stiftung Denkmal für die emordeten Juden Europas. Wie können wir die Stiftung unterstützen und ihn zu einem lebendigen Ort machen?

Gedenktage am 27.1. und 1.9. reichen nicht aus. Der Förderkreis möchte unter anderem folgende Aktivitäten ermöglichen:

-        Beantwortung von Anfragen von Angehörigen

-        Namentliche Erinnerung an alle Opfer der NS-“Euthanasie“

-        Unterstützung von Forschung und Bildung durch Veranstaltungen und Workshops

-        Begleitung aktueller Diskussionen z.B. zu Peter Singer, Sterbehilfe, usw.

-        Förderung internat. Netzwerke zum Thema NS-"Euthanasie" und Zwangssterilisation

-        Weiterentwicklung und Modernisierung der Webseite(n) und Social Media Angebote

-        Begleitende Informationsangebote in leichter Sprache sowie in Fremdsprachen

-        Sammlung von Fördergeldern und Spenden für Projekte und laufende Aufgaben

Für den Förderverein suchen wir Aktivistinnen und Aktivisten, die sich persönlich engagieren wollen, sowie finanzielle Unterstützung und Förderung. Wir rufen Selbsthilfegruppen, Verbände und Organisationen aus den verschiedenen Bereichen auf Bundes-, Landes- und Bezirksebene auf, sich an der Gestaltung der Erinnerung an die NS-“Euthanasie“ und der Debatte über die Konsequenzen daraus für heute zu beteiligen.

Reinald Purmann         Robert Parzer         Martin Georgi         Stefan Schenck

 

 

 

 

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