Minna Maria Carolina Lemke (geb. Teifke)
Arbeiterin aus Lębork
geb.
in
Brünnow
gest.
in
Bernburg
Arbeiterin aus Lębork
geb.
in
Brünnow
gest.
in
Bernburg
Minna Lemke wird am 17. April 1887 als erstes Kind in Hinterpommern geboren. Acht weitere Geschwister folgen. Mit 23 heiratete sie im Dezember 1910 Franz Frobel, bekommt eine Tochter. Bevor sie ihren ersten und einzigen Sohn gebärt, stirbt Franz an den Folgen eines Fahrradunfalls.
Minna arbeitet in einer Papierfabrik, kann weben und verdient Geld in Heimarbeit. Im Februar 1917 heiratet sie ein zweites Mal, Carl Lemke. Carl leidet an einer Kriegsverletzung. Sie schenkt ihrem Mann Carl zwei Töchter, 1920 stirbt auch er. Seine zweite Tochter lernt er nie kennen, er stirbt vor ihrer Geburt.
Minna erkrankt an Depressionen, schläft nicht mehr, beginnt Selbstgespräche zu führen und versucht, ihre jüngste Tochter mit einem Bindfaden zu erhängen. Deshalb bringt sie ihr Bruder am 28. Oktober 1926 in die Heilanstalt in Lauenburg, nach knapp zwei Jahren darf sie nach Hause, hat jedoch einen Rückfall und kommt ein halbes Jahr später wieder nach Lauenburg. Die Familie besucht sie, Minna wirkt körperlich gesund, die Ärzte diagnostizieren Schizophrenie.
Im Februar 1940 verlegt man sie nach Treptow. Am 29. Juli 1941 holt sie und andere der Bus ab, der anschließend nach Bernburg fährt. Am gleichen Tag wird sie ermordet.
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